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Karl Lagerfeld hatte einen Punkt, als er sagte: „Wer in Jogginghose aus dem Haus geht, hat die Kontrolle über sein Leben verloren.“ So will niemand wirken, unkontrolliert und ungepflegt, in der grauen Jogginghose, die Fitnessstudio, Abendessen und Schlaf begleitet hat. Apropos Schlaf: Pyjama-Dressing wiederrum ist ein großer Modetrend für die aktuelle Saison, gerade in der Männermode. Was wir bei den Spring/Summer-Kollektionen von Dolce & Gabbana, Zegna und Loro Piana gesehen haben, hat selbstverständlich nichts mit der oben beschriebenen Jogginghose zu tun. Unkonventioneller, freier, aber trotzdem casual und schlicht. Trotzdem trifft die Vorstellung, im Pyjama seinen Alltag zu bestreiten, erstmal auf Verwirrung.
Was versteht man unter Pyjama-Dressing?
Es muss nicht gleich ein kompletter Pyjama-Look sein, wie in der Spring/Summer 2026 Kollektion von Dolce & Gabbana. Das italienische Modehaus präsentierte insgesamt 93 Schlafanzüge bei ihrer Menswear Show, die aber keinesfalls langweilig oder stillos wirkten – im Gegenteil. Eleganz hat schließlich nicht immer nur etwas mit dem perfekt sitzenden Dreiteiler oder mit hochwertigen Echtleder-Schuhen zu tun. Gewusst wie, können auch die aufeinander abgestimmten Pyjama-Sets elegant sein. Domenico Dolce und Stefano Gabbana sehen die Pyjamas als passend zum Zeitgeist, individuell und spontan, als Spiegel des Stils einer jungen Generation, eine Art „no-fashion fashion“.
Und damit sind sie nicht allein. Auch andere Designer:innen – ganz vorne mit dabei Jonathan Anderson für Dior und Alessandro Sartori für Zegna – haben sich für bequeme Stoffhosen, ob mit Kordelzug oder Gummizug und mit den unterschiedlichsten Streifenmustern entschieden. Dazu lockere, teilweise offene Hemden, unter denen ein schlichtes, weißes T-Shirt oder Tanktop sichtbar ist. Komplett wird der Pyjama-Look mit Slippers, aus Leder, aus Stoff, bei Dolce & Gabbana aus Plüsch… ganz egal, hauptsache bequem und cool. Etwas gewagter: Wie bei Dior eine Art „Nachthemd“ zur Krawatte stylen. Der Pyjama-Dressing-Trend lädt zum Stilbruch ein.
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Pyjama-Dressing für Anfänger
Pyjama-Dressing bedeutet nicht zwingend, im blau-weiß-gestreiftem Set zur Arbeit zu gehen, am besten noch mit geripptem Tanktop und mit Plüschschlappen. Es geht um das Tragegefühl. Bequeme Kleidung tragen, die aus hochwertigen Materialien besteht, einen gekonnten Schnitt hat und gut sitzt. Solche Pieces machen das Tragegefühl des Pyjama-Dressings in erster Linie aus. Einfach mal ein offenes Hemd im Pyjama-Stil zum weißen T-Shirt und zur Lieblingsjeans kombinieren, dazu passt von Sneaker über Loafer bis Slipper eigentlich alles, solange es mit Selbstbewusstsein getragen wird. Oder man entscheidet sich oben für einen gutsitzenden Pullover, greift dazu aber dann zu einer lockeren Stoffhose mit Gummi- oder Kordelzug – vielleicht sogar gestreift.
Die einzelnen Elemente können bereits die Essenz des Pyjama-Dressings verkörpern und in fast jeden Look miteinfließen. Streifen-, Karo- oder Paisleymuster, softe Farben oder erdige Töne; dieser Trend ist für jeden Geschmack gemacht. Baumwolle, Leinen und Seide lassen sich gut miteinander kombinieren, passen aber auch gut im Bruch zu Jeans oder Leder. Auch Musselin ist ein geeignetes Material für den Look. Wie immer in der Mode ist auch Pyjama-Dressing ein Vorschlag, eine Inspiration – kein Diktat. Es geht um Leichtigkeit, um Individualität und um Komfort.
Wir haben fünf Kleidungsstücke für Sie gesammelt, mit denen das Pyjama-Dressing leicht ausprobiert werden kann – kombiniert mit Basics, die in jedem Kleiderschrank zu finden sind, wie Blue Jeans, weiße Shirts oder Pullover. Die Qualität und die Passform sind entscheidend, nicht nur Farbe und Muster.