Coverstar Angèle: Ein Popstar wird erwachsen

Coverstar Angèle: Ein Popstar wird erwachsen

Die belgische Sängerin Angèle verbrachte ihre Zwanziger in der Öffentlichkeit. Und zog sich dann zurück. Jetzt ist sie wieder da, erwachsener und selbstbewusster. (Kleid: Coperni, via mytheresa.com. Schuhe: Christian Louboutin. Armreif: Chanel. Foto: Kapfhammer)

„Meine ganzen Zwanziger fanden in der Öffentlichkeit statt“, sagt Angèle und beschreibt damit den Hype, der sie in den vergangenen acht Jahren begleitet hat. In kürzester Zeit entwickelte sich die Belgierin zu einer der prägendsten europäischen Popkünstlerinnen ihrer Generation. Schon ihr Debütalbum „Brol“, das sie 2018 mit 22 Jahren veröffentlichte, wurde ein Riesenerfolg. Es folgten der Hit „Fever“ mit Dua Lipa, das zweite Album „Nonante-cinq“ (2021), eine Show auf dem Coachella Festival in Kalifornien, zwei Met Galas - und zuletzt ein Auftritt bei der Abschlussfeier der Olympischen Spiele in Paris. Doch dann drückte sie erstmal auf Pause. Angèle ist die Nachdenkliche unter den Popstars. Sie verbindet eingängige Melodien mit Chanson, elektronischen Einflüssen und klugen Beobachtungen über Identität, Beziehungen und Feminismus.

Schon früh setzte sie sich mit ihrer Rolle als Star und ihrem rasanten Aufstieg auseinander, etwa in der 2021 erschienenen Netflix-Dokumentation „Angèle“. Die Musikerin, mit vollem Namen Angèle Joséphine Aimée Van Lacken, hatte sich zurückgezogen, um, wie sie sagt, zu sich selbst zu finden. Gut für sie. Gut für uns: Sie hat dabei auch ein neues Album geschrieben, „Instinct“ erscheint im Oktober. Die erste Single „What You Want“, entstanden mit dem französischen Electro-Duo Justice, handelt von Rollentausch und queerer Liebe, „Dis-le“ von Selbstakzeptanz und offener Kommunikation. Musikalisch schlägt sie eine erwachsenere, elektronischere Richtung ein. Auch ihr Stil hat sich verändert: Aus dem bunten Pop-Girl ist eine Künstlerin mit minimalistischeren, cooleren Looks geworden. Inzwischen ist sie dreißig und bereit für das neue Kapitel. Im Interview erzählt sie von ihren berühmten Eltern, ihrem politischen Bewusstsein und warum sie ihren größten Hit heute nicht mehr schreiben könnte.

Coverstar Angèle im Interview. (Jacke, Rock und Schuhe: Chanel. Foto: Kapfhammer)

Lisa Goldmann: Ihre Eltern nannten Ihren Bruder Roméo Elvis und Sie Angèle, also Engel. Das klingt fast wie ein Auftrag…

Angèle: Ja, mein Bruder hatte es nicht immer leicht mit dem Namen, es gab ständig Anspielungen auf „Romeo und Julia“, dem Vergleich muss man erst mal Stand halten. Inzwischen ist er ja auch Musiker. Ich mochte Angèle immer. Als ich zehn war, saß ich mit meiner Mutter im Auto und sie sagte zu mir: „Angèle ist der Name eines Stars. Eines Tages wird es einen Popstar mit diesem Namen geben.“ Mir gefiel die Vorstellung, ich habe aber im Leben nicht gedacht, dass ich selbst das sein könnte.

L.G.: Ihr Vater ist der Sänger Marka, Ihre Mutter die Schauspielerin Laurence Bibot. Beide sind in Belgien recht bekannt. Wie sind Sie aufgewachsen?

A: Meine Eltern haben meinen Blick auf die Welt geöffnet. Sie haben mich inspiriert – einfach dadurch, dass ich sie auf der Bühne gesehen habe, wie sie kreativ waren und Freude an ihrer Arbeit hatten. Die Eltern meiner Freunde arbeiteten in Büros, bei uns übte meine Mutter zu Hause ihren Theatertext, und manchmal hörte ich sie plötzlich laut schreien, weil es eben gerade zur Szene gehörte. Mein Vater saß im Wohnzimmer, spielte Gitarre, suchte nach neuen Akkorden und sang oder rief dabei ebenfalls laut herum. Kreativität war für mich nie etwas Besonderes, sondern Teil unseres Alltags. Ich habe aber auch die Schattenseiten kennengelernt. Künstler machen sich verletzlich. Sie setzen sich Kritik aus. Manchmal haben sie keinen Erfolg. Das habe ich als Kind alles miterlebt.

L.G.: Sie haben irgendwann angefangen, kurze Videos und Songs auf Instagram und YouTube zu veröffentlichen. Sylvie Farr wurde ihre Managerin – stimmt es, dass sie früher Ihre Babysitterin war?

A: Ja, sie war meine Babysitterin. Sylvie und ich sind fünf Minuten voneinander entfernt aufgewachsen. Sie ist acht Jahre älter als ich und war immer wie eine große Schwester für mich. Wir hatten einfach Lust, etwas auszuprobieren. Ich habe Jazz in Antwerpen studiert und wollte Musik machen. Anfangs haben wir einfach jede Gelegenheit genutzt, zu spielen und Spaß zu haben. Ich habe jede Woche woanders gespielt, in Cafés, Co-Working-Spaces, auf Studentenpartys, sogar bei den Pfandfindern... Es hat sich alles ganz natürlich und organisch entwickelt. Und plötzlich kamen tausend Leute zu den Konzerten. Wir hatten keine Ahnung, wie das passiert ist.

L.G.: Waren Sie damals von dem Wunsch getrieben, berühmt zu werden?

A: Nein, daran habe ich am Anfang überhaupt nicht gedacht. Aber ich spüre schon einen Drang in mir, gesehen und gehört zu werden. Ich weiß selbst nicht genau, woher der kommt. Es ist eine merkwürdige Mischung. Einerseits hasse ich diese Form der Öffentlichkeit, andererseits gehört sie jetzt zu meinem Leben. Ich kann es mir nicht mehr ohne vorstellen.

L.G: Sie haben mal gesagt, Sie hatten das Gefühl, Ihr Dasein rechtfertigen zu müssen, indem Sie etwas tun, das Sinn und Bedeutung hat.

A: Ich glaube, dieses Gefühl, Hochstaplerin zu sein, ist sehr verbreitet – besonders bei Frauen. Sogar Freundinnen von mir, die Psychologinnen sind, kennen es. Ich muss mir immer wieder sagen, dass ich mich nicht dafür entschuldigen muss, überhaupt da zu sein. Für mich ist es sehr wichtig, etwas Sinnhaftes zu tun. Natürlich macht mir Musik einfach Freude. Komponieren löst etwas in mir aus, das ich kaum beschreiben kann. Ich liebe diese Momente, wenn ich allein mit meinem Hund in meiner Wohnung sitze, anfange zu schreiben und ein paar Stunden später plötzlich ein neuer Song da ist. Aber ich fühle mich nur dann wirklich mit meiner Arbeit verbunden, wenn mir der Text etwas Wichtiges sagt oder ich das Gefühl habe, um einen Song eine ganze Welt erschaffen zu können, mit Bildern, Ideen und allem, was dazugehört.

„Meine Managerin war früher meine Babysitterin.“ (Kleid: Miu Miu. Schuhe: Jude. Foto: Kapfhammer)
Foto: Kapfhammer

L.G.: Finden Sie, Popstars haben eine moralische Verpflichtung, ihre Stimme zu nutzen und gesellschaftlich relevante Themen anzusprechen?

A: Nein. Sich zu politischen Themen zu äußern, ist etwas sehr Persönliches. Ich sehe das nicht als Pflicht. Für mich selbst fühlt es sich sehr natürlich an, ich war schon immer so. Ich nutze meine Stimme und das Privileg, das ich habe, für Themen, die größer sind als ich. In meiner Familie war es immer selbstverständlich, sich als Künstlerin ausdrücken zu dürfen. Je bekannter ich werde, desto stärker spüre ich diese Verantwortung.

L.G.: Ihr Song „Balance ton quoi“ hat 2019 die #MeToo-Bewegung geprägt, nicht nur in Frankreich. Der Titel spielt auf die französische Bezeichnung #BalanceTonPorc („Verpfeife dein Schwein“) an…

A: Als ich ihn geschrieben habe, steckte #MeToo noch ganz am Anfang, Feminismus war noch nicht so präsent wie heute. Eigentlich verrückt, wenn man darüber nachdenkt – es fühlt sich heute so an, als hätte es das schon viel länger geben müssen. „Balance ton quoi“ ist auf sehr naive, aber auch ehrliche und reine Weise entstanden. Ich saß zu Hause und dachte über eine Situation nach, die ich in der U-Bahn erlebt hatte. Jemand hatte mich auf eine bestimmte Art angesehen, und ich mochte dieses Gefühl überhaupt nicht. Ich wollte darüber sprechen. Also habe ich angefangen, das Lied zu schreiben.

L.G.: Wie der Song ist auch das Musikvideo bunt und fröhlich, aber steckt voller Nadelstiche. Es spielt in einem Gerichtssaal und in einer „Anti Sexism Academy“. War das eine bewusste Entscheidung, das Lied oberflächlich so harmlos erscheinen zu lassen? Hatten Sie Angst, andernfalls als zu wütend oder aggressiv wahrgenommen zu werden?

A: Damals habe ich überhaupt nicht darüber nachgedacht. Heute beschäftigen mich solche Fragen viel mehr. Ich muss inzwischen richtig dagegen ankämpfen und versuchen, wieder spontaner zu werden. Vor ein paar Wochen habe ich Charlotte Abramow, die Regisseurin des Musikvideos, getroffen. Wir haben darüber gesprochen, dass wir uns heute wahrscheinlich nicht mehr trauen würden, etwas so Direktes zu machen. Das ist eigentlich verrückt. Vielleicht liegt es daran, dass wir heute Anfang dreißig sind. Wir wissen inzwischen viel besser, welche Verantwortung mit so einem Thema verbunden ist und wie mutig wir damals tatsächlich waren.

L.G.: Wie sieht Ihr Feminismus heute aus?

A: „Balance ton quoi“ behandelt sehr grundlegende Themen: Belästigung im öffentlichen Raum, Respekt – solche Dinge. Heute würde ich sagen, dass Feminismus für mich viel weiter geht. Es geht um eine grundsätzliche Auseinandersetzung damit, wie tief patriarchale Strukturen in unserer Gesellschaft verankert sind. Meine politische Perspektive ist in den vergangenen Jahren gewachsen. Aber ich würde musikalisch heute nicht mehr so direkt darüber schreiben. Auch mein neues Album ist feministisch, weil Feminismus ein wesentlicher Teil meiner Persönlichkeit ist. Aber ich arbeite heute etwas subtiler - dafür auf einer tieferen Ebene.

L.G.: In Ihrer Dokumentation aus dem Jahr 2021 erzählen Sie von einer Situation, in der Fans Sie beschimpft und an den Haaren gezogen haben, weil Sie keine Autogramme mehr geben wollten. Ich habe mich gefragt, ob das auch daran lag, dass Sie eine Frau sind, ob Fans bei Frauen stärkere Besitzansprüche haben...

A: Ich verstehe, was Sie meinen. Aber ich glaube, das hatte damals vor allem mit meinem Alter zu tun. Ich war 21 – und sah sehr jung aus. Das hat sich geändert. Ich habe das Gefühl, dass die Menschen mich inzwischen anders behandeln. Sie respektieren mich mehr. Das ist wahrscheinlich einfach der Unterschied zwischen einer jungen Frau und einer erwachsenen Frau. Außerdem ist mein Publikum mit mir alter geworden, dadurch hat sich unsere Dynamik verändert. Ich fühle mich jetzt sicherer und respektierter.

L.G.: 2019 wurden Sie im Fernsehen geoutet. Ein Moderator hat ohne Ihr Wissen und Einverständnis im Live-TV Paparazzi-Aufnahmen von Ihnen und Ihrer damaligen Freundin gezeigt.

A: Das war ein großer Schock für mich. Plötzlich gehörte nicht mal mehr meine Intimsphäre mir. Ich war damals 23 und mit einer Frau zusammen. Heute ist meine Bisexualität in meinem persönlichen Umfeld kein Thema mehr, da denkt niemand mehr groß darüber nach. Vor sieben Jahren war das anders. Ich konnte es nicht mal meiner Oma selbst erzählen. Das hat Spuren hinterlassen.Seitdem fallt es mir schwerer, meiner Umgebung vollständig zu vertrauen.In manchen Situationen fühle ich mich verletzlicher.

L.G.: Glauben Sie, dass so etwas heute noch passieren würde? Oder hat sich die Berichterstattung verändert?

A: Schwer zu sagen. Theoretisch könnte es jederzeit wieder passieren. Allerdings wurde seit damals niemand mehr fotografiert, mit dem ich zusammen war. Für mich war der damalige Skandal ja nicht, dass ich mit einer Frau zusammen war, sondern dass Medien mich gegen meinen Willen geoutet haben. Ausgerechnet Medien, die sich, vorsichtig gesagt, nicht besonders für die Rechte von LGBTQ+-Menschen eingesetzt haben.

„Ich nutze meine Stimme und das Privileg, das ich habe, für Themen, die größer sind als ich.“ (Kleid: JW Anderson. Schuhe: Roger Vivier. Foto: Kapfhammer)
Lederhose, Bra-Top und Cardigan um die Hüfte: Versace. Foto: Kapfhammer

L.G.: In den letzten Jahren ist es etwas ruhiger um Sie geworden. Was haben Sie gemacht?

A: Ich bin erwachsen geworden. Meine Zwanziger haben fast komplett in der Öffentlichkeit stattgefunden. Ich war, was ich als „Baby Adult“ bezeichne. Ich war ständig auf Tour, im Studio, bei Interviews. Ich hatte ein eigenes Label, eine Firma und jede Menge Verantwortung - gleichzeitig konnte ich nicht Auto fahren.

L.G.: Sie sind viel gereist. War das Teil des Erwachsenwerdens?

A: Als meine große Tour vor fast drei Jahren vorbei war, war ich einfach müde. Kurz danach ist meine Großmutter völlig unerwartet gestorben. Das war ein furchtbarer Schock. Ich habe beschlossen zu verreisen, Abstand zu gewinnen und mir zu erlauben, jemand anderes zu sein als nur diese berühmte Person. Irgendwann habe ich mich sogar gefragt: Bin ich überhaupt noch jemand anderes? Oder kenne ich mich eigentlich nur auf der Bühne? Ich bin nach New York, habe aber auch Zeit in Brüssel verbracht und mich, meine Familie und meine Freunde neu kennengelernt.

L.G.: Dann kam Ihr Auftritt bei den Olympischen Spielen in Paris letzten Sommer.

A: Das war ein wunderschöner Funke in dieser Zeit. Ich glaube fast, dass es gerade deshalb so gut funktioniert hat, weil ich sonst kaum präsent war. Das war für mich auch eine schöne Erinnerung daran, dass ich nicht ständig überall sichtbar sein muss. Es ist okay, wenn die Leute mal kurz vergessen, wer ich bin. Und schön zu sehen, dass sie sich freuen, wenn ich zurückkomme.

L.G.: In Ihrer Doku beschreiben Sie, wie Ihre Persönlichkeit sich in eine private und eine öffentliche Angèle aufzuteilen scheint. „Ich habe die wahre Angèle verloren, ich gehöre nicht mehr mir selbst“, sagten Sie. Haben diese zwei Seiten inzwischen wieder zueinandergefunden?

A: Vielleicht müssen sie das gar nicht. Ich glaube inzwischen, dass es gesünder ist, zu akzeptieren, dass es zwei Angèles gibt. Diese Person auf der Bühne bin auch ich, aber eben eine öffentliche Version von mir. Meine Energie ist eine ganz andere, als wenn ich morgens in Brüssel meinen Kaffee hole oder mit den Leuten in meinem Stammcafé spreche. Auch wenn es mir schon passiert ist, dass mir während einer Performance plötzlich einfällt, dass ich vergessen habe, die Wäsche aus der Maschine zu holen. Ich muss mich nicht entscheiden. Mal bin ich mehr die eine, mal mehr die andere – und es ist gar nicht schlecht, ein bisschen Raum zwischen den beiden zu lassen.

L.G.: Und irgendwann kam auch die Lust, ein neues Album zu machen?

A: Ja, in New York habe ich angefangen, neue Songs zu schreiben. Das meiste davon habe ich wieder verworfen, es war zu experimentell. Anfang 2024 habe ich mit der Arbeit am neuen Album begonnen, erst mal ganz alleine. Dann habe ich die Sachen Tristan Salvati geschickt, einem Produzenten, mit dem ich schon lange zusammenarbeite. Er ist so etwas wie mein Leuchtturm. Er hat mir Feedback gegeben, ich habe weiter gearbeitet und später haben wir die Songs zusammen im Studio weiterentwickelt.

L.G.: Was ist neu an dem Album?

A: Ich habe mir zum ersten Mal wirklich Zeit genommen. Ich habe nicht an den Erfolg gedacht, sondern einfach die Musik gemacht, die ich selbst hören wollte. Ich hatte zum ersten Mal wirklich Spaß dabei, ein Album aufzunehmen. Jeder Song war wie ein kleines Geschenk an mich.

„Ich glaube inzwischen, dass es gesünder ist, zu akzeptieren, dass es zwei Angèles gibt.“ (Kleid und Schuhe: Chanel. Foto: Kapfhammer)
Kleid: Blumarine. Schuhe: Chanel. Strumpfhose: Falke. Foto: Kapfhammer

L.G.: Wie würden Sie Ihren persönlichen Modestil beschreiben?

A: Der verändert sich ständig. Früher wollte ich möglichst wenig auffallen. Ich mochte es nicht, erkannt zu werden, wenn ich einkaufen ging oder mit dem Zug fuhr. Deshalb habe ich sehr schlichte Kleidung getragen - viel Schwarz, viele dunkle Farben.

L.G.: Und heute?

A: Ist es definitiv anders. Seit 2020 arbeite ich mit Chanel zusammen. Unter der Leitung von Matthieu Blazy hat die Zusammenarbeit für mich an persönlicher Bedeutung gewonnen. Matthieu und ich verstehen uns sehr gut. Er hat in Belgien studiert und ist halb Belgier - wir connecten über die alltäglichen Dinge.

L.G.: Eine solche Rolle sorgt ebenfalls für mehr Aufmerksamkeit. Warum macht Ihnen das heute weniger aus?

Ich habe Frieden damit geschlossen, erkannt zu werden. Ich glaube, dass die Menschen mich heute anders wahrnehmen. Sie begegnen mir mit mehr Distanz. Dadurch habe ich wieder Freude daran gefunden, Mode in mein alltägliches Leben zu integrieren. Es geht nicht mehr nur darum, mich für einen Auftritt oder ein Fotoshooting anzuziehen. Ich möchte mich auch im Musikstudio wohlfühlen, selbst wenn mich dort niemand sieht. Ich ziehe mich heute für mich selbst an. Das ist neu.